• kossa@feddit.org
    link
    fedilink
    arrow-up
    13
    arrow-down
    2
    ·
    9 days ago

    Also, in diesen aufgeregten Zeiten finde ich die Überschrift mal wieder fahrlässig. Da hätte man mal besser rangeschrieben, dass es um Altlasten geht, nicht um irgendwelche Sabotageaktionen.

    • macniel@feddit.org
      link
      fedilink
      arrow-up
      10
      ·
      9 days ago

      Mhm vielleicht bin ich noch alte Schule, aber wenn ich von nem Bombenfund lese immer an “Altlasten” aus dem Weltkrieg denke.

    • You@feddit.orgOP
      link
      fedilink
      arrow-up
      2
      ·
      9 days ago

      Das Problem mit der Überschrift ist auch die Dynamik. Die Überschrift (und der Text) sind mehrfach abgeändert und ergänzt worden. Es war am Anfang noch nicht klar und ich muss erstmal den Originaltitel nehmen. Und ich schaue dann nicht alle 15 Minuten nach, ob sich etwas geändert hat.

      • CovertOperative@piefed.zip
        link
        fedilink
        English
        arrow-up
        2
        ·
        9 days ago

        ich muss erstmal den Originaltitel nehmen.

        Man darf hier Clickbait-titel mit Kommentaren in {} Klammern ergänzen oder ersetzen.

  • Gladaed@feddit.org
    link
    fedilink
    arrow-up
    9
    ·
    9 days ago

    Das muss schon ziemlich schlimm sein wenn sie die Leute sofort und allesamt wegscheuchen. Normalerweise kommen die erst ne Woche oder mehrere später.

    • trollercoaster@sh.itjust.works
      link
      fedilink
      Deutsch
      arrow-up
      18
      ·
      edit-2
      9 days ago

      Das ist bestimmt eine Bombe mit chemischem Verzögerungszünder nach dem Funktionsprinzip, dass beim Aufschlag auf dem Boden eine Ampulle mit Lösungsmittel zerstört wird, das Lösungsmittel löst dann eine Kunststoffscheibe auf, die den Schlagbolzen eines mechanischen Zünders hält. Wenn die Scheibe durch ist, schlägt der Schlagbolzen auf ein Zündhütchen und zündet damit die Bombe. Die waren dafür gedacht, die Aufräumarbeiten nach einem Bombenangriff zu erschweren, indem sie Stunden später noch explodieren. Dass die genaue Dauer der Verzögerung durch das Funktionsprinzip nicht zu 100% berechenbar war, war dafür sogar ein Vorteil.

      Diese Zünder sind berüchtigt dafür, unter bestimmten Umständen (z.B. Bombe kommt falsch herum zum Liegen) nicht vollständig auszulösen, weil nicht genug Lösungsmittel auf die Kunststoffscheibe kommt, und je nachdem, wie weit die Auflösung der Kunststoffscheibe fortgeschritten ist, reicht dann eine kleine Erschütterung, um den Schlagbolzen zu lösen und die Bombe zu zünden.

      • Gladaed@feddit.org
        link
        fedilink
        arrow-up
        1
        arrow-down
        1
        ·
        9 days ago

        Ich finde diese Erklärung nicht hilfreich/schon bekannt. Meine Verwunderung bezog sich auf die Zeiträume in denen hier gearbeitet wurde.

        • trollercoaster@sh.itjust.works
          link
          fedilink
          Deutsch
          arrow-up
          4
          ·
          edit-2
          8 days ago

          Bomben mit Zündern, die sich vorhersehbar verhalten und generell unempfindlicher gegen äußere Einflüsse sind, kann man evtl. erstmal liegen lassen und dann in Ruhe mit Vorlauf entschärfen, und dementsprechend die gefährdete Umgebung auch geplant mit Vorlauf evakuieren. Das vereinfacht die gesamte Logistik hinter der Aktion, weil man in aller Ruhe Personal, Notunterkünfte und Transportmittel für nicht selbst mobile zu evakuierenden Personen organisieren kann und die Evakuierten auch noch Zeit haben, sich vorzubereiten. Oft macht man das an Wochenenden, weil das mehrere Vorteile hat. Zum Beispiel bringt es den Alltag im gefährdeten Gebiet weniger durcheinander, die Verfügbarkeit des für die Durchführung der Evakuierung und den Betrieb der Notunterkünfte nötige, in der Regel größtenteils ehrenamtliche Personal, ist besser und man muss für die Leute keinen Verdienstausfall erstatten.

          Bei Bomben mit unberechenbaren Zündern muss man davon ausgehen, dass sie jederzeit explodieren können, und muss deshalb das gefährdete Gebiet notfallmäßig sofort räumen. Das ist für alle Beteiligten unschön, logistisch anspruchsvoller und teurer, als eine geplante Evakuierung mit Vorlauf. Letztendlich läuft das darauf hinaus, dass man mit dem gleichen Personal die gleichen Notunterkünfte in Betrieb nimmt, allerdings hat man zuerst schon mal die Hürde, dass die Unterkünfte noch vorbereitet werden müssen, während dort schon die ersten Evakuierten eintreffen. Das ist lange nicht so entspannt, wie wenn man die in aller Ruhe vorher in Betrieb nehmen kann. Außerdem muss für das dann größtenteils von der Arbeit wegalarmierte ehrenamtliche Personal Verdienstausfall erstattet werden, das wird also erheblich teurer, als am Wochenende. Das Verkehrschaos, das eine solche groß angelegte Aktion an normalen Arbeitstagen mit üblicherweise mehr Verkehr verursacht, kommt noch erschwerend obendrauf.