

Ich glaube, ich verstehe worauf die hinaus willst. Drei Punkte dazu:
- Dass du hier zahlreiche Staatsoberhäupter aufzählst, ist in meiner Perspektive der Beweis: Staaten und ihre Machtkonzentration sind attraktiv für solche Gestalten. Der Großteil der Menschen ist aber nicht so wie die. Warum landen dann immer die widerwärtigsten Personen ganz oben? Weil sie alle Hebel in Bewegung setzen, um genau da zu landen. Warum springen Leute für Putin in den Schützengraben? Nationalismus. Auch damit sind wir wieder bei Staaten.
- Der Mensch Trump ist ein gänzlich anderer mit vollständig anderer Lebenswelt als vermutlich 99% der Menschen, denen du in deinem Leben begegnest. Das über einen Kamm zu scheren und daraus eine generalisierende Aussage über Menschen zu treffen, ist in meinen Augen nicht zielführend.
- Der Mensch “will” nicht, der Mensch wird größtenteils von Kindheit an in herrschenden Verhältnissen sozialisiert. Da wir im Kapitalismus leben, dessen Verhältnisse (sehr verkürzt gesprochen) durch den Verkauf von mehr geprägt sind, hat das Auswirkungen auf das Selbstverständnis von Menschen. Dass dennoch so viel Alltag herrschaftsfrei funktioniert (WG-Leben, gegenseitige Hilfe, ehrenamtliche Arbeit, etc.), ist für mich ein Indikator für Kooperation als tiefsitzende Kernfunktion menschlichen Zusammenlebens.
Zusammenfassend: Alle Punkte, die du genannt hast, sind für mich Argumente gegen den Status Quo, weil ich sie für Produkte (keine Irrläufer) des Status Quo halte. Das ist einfach eine Frage der Perspektiven.

Aber die ganze Gewalt gegen Mülltonnen!!!