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Cake day: January 20th, 2025

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  • Ich glaube, ich verstehe worauf die hinaus willst. Drei Punkte dazu:

    1. Dass du hier zahlreiche Staatsoberhäupter aufzählst, ist in meiner Perspektive der Beweis: Staaten und ihre Machtkonzentration sind attraktiv für solche Gestalten. Der Großteil der Menschen ist aber nicht so wie die. Warum landen dann immer die widerwärtigsten Personen ganz oben? Weil sie alle Hebel in Bewegung setzen, um genau da zu landen. Warum springen Leute für Putin in den Schützengraben? Nationalismus. Auch damit sind wir wieder bei Staaten.
    2. Der Mensch Trump ist ein gänzlich anderer mit vollständig anderer Lebenswelt als vermutlich 99% der Menschen, denen du in deinem Leben begegnest. Das über einen Kamm zu scheren und daraus eine generalisierende Aussage über Menschen zu treffen, ist in meinen Augen nicht zielführend.
    3. Der Mensch “will” nicht, der Mensch wird größtenteils von Kindheit an in herrschenden Verhältnissen sozialisiert. Da wir im Kapitalismus leben, dessen Verhältnisse (sehr verkürzt gesprochen) durch den Verkauf von mehr geprägt sind, hat das Auswirkungen auf das Selbstverständnis von Menschen. Dass dennoch so viel Alltag herrschaftsfrei funktioniert (WG-Leben, gegenseitige Hilfe, ehrenamtliche Arbeit, etc.), ist für mich ein Indikator für Kooperation als tiefsitzende Kernfunktion menschlichen Zusammenlebens.

    Zusammenfassend: Alle Punkte, die du genannt hast, sind für mich Argumente gegen den Status Quo, weil ich sie für Produkte (keine Irrläufer) des Status Quo halte. Das ist einfach eine Frage der Perspektiven.



  • Die Menschheit kommt doch quasi von der Anarchie und dadurch hat sich über die Geschichte (Stämme ->Völker->Königreiche->Nationen) das ganze Geflecht aus Staaten und Gesetzen gebildet.

    Geschichte ist nicht linear und auch kein Fortschritt per se, auch wenn das gerne populärwissenschaftlich darauf heruntergebrochen wird. Wir haben den Status Quo, weil diese Systeme Machtkonzentration durch Ausbeutung ermöglicht und erweitert haben und sich jetzt darum herum ein weitgehend selbsterhaltendes System aufgebaut hat (und eben nicht, weil es das beste System für die Behandlung von Menschen war). Ausbeutung ist da drin aber kein Fehler, sondern dem System intrinsisch (siehe die Geschichte ab 1820). Alle positiven Aspekte sind Zugeständnisse, die regelmäßig zur Disposition gestellt werden können (40Std-Woche, Arbeitsschutz). Wachstum durch Ausbeutung kann dagegen niemals infrage gestellt werden. Deshalb lässt sich das System nicht reformieren.

    Wenn du einen Hund hast, behandelst du ihn womöglich auch gut, wenn er sich gut verhält. Das macht ihn aber nicht unbedingt freier, sondern er läuft immer noch an seiner Leine.