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Cake day: October 28th, 2026

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  • Aber an großen Unterschieden war’s das doch.

    Ich glaube, die Unterschiede gehen viel tiefer. Das fängt schon bei der Religion an, die dort im Alltag und in der Politik eine Rolle spielt, die bei uns kaum vorstellbar ist. Dazu kommt die tiefgehende Aversion gegen den Staat und dass der sich überall komplett raushalten soll. Meinungsfreiheit, die Aussagen schützt, für die man hier (zu Recht) verurteilt wird und ein viel präsenterer Umgang mit Rassismus, über den dort viel offener gesprochen wird, weil das Thema die ganze Gesellschaft prägt.

    Das alles kommt aus der eigenen Geschichte. Die meisten US-Amis stammen von Einwanderern ab, die erst nach 1880 dort hingezogen sind, während die meisten Familien in Europa seit hunderten von Jahren hier verwurzelt sind. Die USA sind dieser “Melting Pot” aus hunderten oder tausenden eingewanderten Kulturen, plus sehr präsente Kulturen von Indigenen. Die USA haben ihre brutale Siedlergeschichte, wir den brutalen Kolonialismus. Sklaverei dort, Holocaust hier. Das sind zwar im Grunde alles ähnlich böse Dinge, wurden aber völlig unterschiedlich aufgearbeitet und prägen die Gesellschaften komplett unterschiedlich.

    Edit: Hier zwei Podcasts, die mir dazu im Gedächtnis geblieben sind:

    UKW136 USA: Good enough for the moment
    Die sogenannte Gegenwart / “Hillbilly Elegy”: Müssen wir uns Amerika aus dem Herzen reißen?





  • es kann doch keiner mehr behaupten, man wisse nicht welchen Schaden man anrichtet

    Es ist nicht schwer bei dieser Ministerin einfach Böswilligkeit zu unterstellen, aber in diesem Fall ist das halt ziemlicher Quatsch. Die Einspeisevergütung ist inzwischen so niedrig, dass niemand mehr alleine deshalb eine PV Anlage kauft. Die Subvention war sinnvoll, um die Technologie im Privatmarkt flächendeckend einzuführen. Das ist längst erreicht. PV lohnt sich auch längst ohne jegliche Subvention. Rein wirtschaftlich macht es einfach keinerlei Sinn das jetzt noch weiter zu führen. Es soll laut dem Bericht aber nicht abgeschafft werden, sondern eine alternative Form über Strombörsen ermöglicht werden. Passt schon. Und selbst wenn es 1-2 cent weniger gibt am Ende, ändert das nichts an den Auftragsbüchern der Installateure. Wir brauchen die Subventionen schlicht nicht mehr. Es gibt in diesem Fall hier einfach keinen Grund jetzt so stark zu reagieren.

    Zu dem “es war schon einmal ein großer Fehler” kann ich nur sagen, dass es in Deutschland noch niemals eine realistische Aussicht auf eine halbwegs ernstzunehmende Solarindustrie gegeben hat. Für was denn auch? Produktion von Modulen oder Wechselrichtern? Das ist alles allerfeinstes Low-Tech. PV herstellen ist sehr einfach. Dafür braucht es kein besonderes know-how oder wahnsinnig ausgefeilte Prozesse. Da werden einfach nur ein paar Bauteile zusammengelötet. Außerdem ist PV eine seit Jahrzehnten ausgeforschte Disziplin. Es werden mit riesigster Anstrengung hier und da mal noch 0,1% Wirkungsgrad rausgeholt und das war’s. Keine einzige Technologie dieser Art wird noch in Deutschland gefertigt und sie mit aller Gewalt über Subventionen im Land behalten zu wollen, ist einfach nur Geldverschwendung. Siehe Meyer Burger, etc. Kostal, SME usw. werden es auch weiter schwer haben, weil sie der billigeren Konkurrenz aus China, außer Made in EU, einfach rein gar nichts voraus haben.

    Und die Installateure aus dem Bericht heulen halt rum, weil das alles ist was Handwerker so tun.