„Gen Z regelt“ ruft zu deutschlandweiten Protesten auf. Gewalt lehnt die Organisation dabei ab. Das stützt zwar die herrschende Macht – ist taktisch aber klug.
„Gen Z regelt“ ruft zu deutschlandweiten Protesten auf. Gewalt lehnt die Organisation dabei ab. Das stützt zwar die herrschende Macht – ist taktisch aber klug.
Mhm aber mal angenommen eine Mehrheit wäre für Gewalt auf demos, wäre das dann okay? Wenn ja, dann hast du “grundsätzlich” falsch verwendet, wenn nein, ist dann nicht deine grundsätzliche Ablehnung von Gewalt, auch entgegen einer Mehrheit, undemokratisch?
Es gibt auch Dinge die nicht durch eine Mehrheit entschieden werden können. Zb Menschenrechte abschaffen ist nicht demokratisch, selbst wenn eine Mehrheit dafür ist. Wenn man zb Deutsche (die ja eugentlich wahlberechtigt sind) durch einen “demokratisch” verabschiedeten Beschluss remigierert/deportiert, dann führt das ja dazu das diese in Zukunft nicht mehr wählen können, was ja undemokratisch ist. Und wenn eine Mehrheit für die legitimation von Gewalt zur durchsetzung von politischen Zielen ist, dann führt das auf lange Sicht dazu, dass die Demokratie darunter leidet bzw zerstört wird.
Deshalb ist Deutschland heutzutage auch eine Wehrhafte Demokratie, weil sich in der Vergangenheit gezeigt hat, dass man eine Demokratie auch abwählen kann.
Und Menschenrechte ändern? Ausweiten? Das geht? Oder sind die für immer fix wie sie sich mal irgendwann ausgedacht wurden?
Da musst du etwas genauer werden. Klar kann man Menschenrechte ausweiten, ist ja schon öfters passiert, sowohl auf Un Ebene, als auch in einzelnen Ländern, oder meinst du vielleicht eher ob ich der Meinung bin, dass man Menschenrechte mit Gewalt erkämpfen kann?
Und wie wehrt man sich dann gegen die Verletzung der Menschenrechte? So wie es durch die afd geplant ist und mit magelndem Klimaschutz jetzt schon passiert? Oder gegen die Unterstützung von Kriegsverbrechen?
Ich stimme dir schon grundsätzlich zu, nur bei solchen Fragen kommt es dann zu Widersprüchen, die ich auch nicht gut beantworten kann.
In erster Linie halt Verhältnissmäßigkeit wahren. In vielen fällen reichen friedliche Demonstrationen aus, solange genug Menschen auf die Straße gehen. Dafür muss man halt auch unpolitische Menschen erreichen und die schreckt man mit radikalen Taten eher ab.
Klar geht das nicht immer und dann hab ich auch Verständniss wenn man eine Straße blockiert, zb im Bezug auf Klima. Sollte dann aber schon zielführend sein und keine Menschen gefährden.
Wenn konkret Menschenrechte angegriffen werden kann man da durch zivilen Ungehorsam gegen vorgehen, wie zum Beispiel bei der Bürgerechtsbewegung in den USA, indem man sich vorne in den Buss setzt oder die diskriminierenden Regeln einfach ignoriert.
Offene Straßenschlachten mit der Polizei seh ich auch einfach deshalb nicht angebracht, da die eh zum Scheitern verurteilt sind(siehe Prager Frühling, am Ende kommt das Regime halt einfach mit Panzern). Wennschon machen Attentate und Sabotage dann mehr Sinn, dafür sollten aber alle nderen Optionen nicht mehr verfügbar sein.