Ein wenig Humor aus Österreich:
Während der Jurist und Bürgermeister von Elixhausen Michael Prantner (ÖVP) stolz auf das mittels Gratissoftware zur Küchenplanung selbst entworfene neue Gemeindeamt verweist, kritisiert die Salzburger Kammer der Ziviltechniker und Archtitekten die Planung des Fünf-Millionen-Projekts nun als unprofessionell.
Wenn ihr den Artikel aber lest, werdet ihr keine stichhaltigen Argumente gegen das Vorgehen des Bürgermeisters finden.
Ein Artikel in dem die Lobby befürchtet, dass ihnen Aufträge wegbrechen. Allein das Verfahren wird bemängelt, es fehlen sachbezogene Kritikpunkte.
Einerseits ja. Andererseits können trotzdem Gründe dagegen sprechen, das so zu machen, auch wenn in diesem Fall ein passendes Ergebnis rausgekommen ist - z.B. kann man in Bezug auf Barrierefreiheit, Fluchtwege etc. ja schon einiges falsch machen (ginge mir zumindest so 😉 ).
Nö steht auch drin. Hat einer vom Fach nachkontrolliert und “ausgefertigt”.
Der Bürgermeister hat lediglich in nem entsprechenden Programm und Dokument recht genau dokumentiert was er haben will.
Da ist dann die Frage, ob das wirklich günstiger war, das jemanden nachfertigen zu lassen als es gleich vom Profi machen zu lassen. Aber der eigenen Erfahrung nach sind die meisten Baukostensteigerungen bei öffentlichen Bauvorhaben eh darauf zurück zuführen, dass die Bauherrschaft nicht weiß, was sie will und Entscheidungen erst trifft, wenn es eigentlich schon zu spät ist. Von daher ist es ja zu begrüßen, dass der Bürgermeister sich damit schon vorab auseinandergesetzt hat.
Auf einen Architektenwettbewerb habe man bewusst verzichtet, man habe ohnehin gewusst, was man brauche, erklärt Prantner im seit kurzem bezogenen nagelneuen Gemeindeamt von Elixhausen.
Die sind nicht umsonst, diese Wettbewerbe. Der Entwurf kostet dann auch was, auch wenn es nur 3 Büros, ne Büro Küche und ein Klo sind. Unabhängig von der Erstellung der “richtigen” Bauzeichnungen.
Ja, ich glaube auch nicht, dass es hier wirklich einen Wettbewerb gebraucht hätte - die Aufgabe war ja doch überschaubar. Und die “richtigen” Bauzeichnungen waren ja dann doch nötig. Bleibt also der Entwurf. Und da wäre meine These, dass ein Profi durch Erfahrung und Fachwissen mehr einspart, als es im Zweifelsfall kostet würde die “Planungsfehler” wieder auszubessern.
Das “praktische” ist ja, dass der Bürgermeister das selbst genehmigen kann… ist glaub ich auch genau der Punkt vor allem von der Architektenkammer kritisiert wird (im Video wird’s nochmal deutlicher als im Artikeltext)
Aber dann macht es doch gerade Sinn, dass er frühzeitig seine Anforderungen (in Form sehr detaillierter Zeichnungen) abgibt, anstatt dann hinterher 20 Runden mit den Architekten zu drehen.
Komplett, da ist auch nichts gegen einzuwenden - eher im Gegenteil. Allerdings wird ein/e Fachfremde/r in den seltensten Fällen das komplette Zusammenspiel von rechtlichen, technichen, organisatorischen Vorgaben überblicken können.
Das Problem was ich dann sehen kann ist, dass man es mit den Vorgaben halt einfach nicht so genau nimmt, wenn man den Bau einfach durchwinken kann.
Das sind alles aber nur vage Mutmaßungen - aus der Ferne ist es schwierig zu sagen, was genau und wie weit der Bürgermeister geplant hat oder wie weit dass dann doch der “Professinist” übernommen hat…
Das ging ja aber nicht einfach so in den Bau bei irgendeinem dubiosen Unternehmen. Laut Artikel:
Erst später habe ein Professionist die Pläne ausgefertigt.
Die Ausfertigung des Bürgermeisters sind quasi visuelle Anforderungen gewesen. In erster Linie fühlen sich die klagenden Architekten also vermutlich angepisst, weil sie nicht ihre Visionen einkippen und sich damit brüsten konnten.
Schaut mir auch so aus, alles richtig gemacht der Bürgermeister.
Und spart dazu Geld 💯
Also wenn dann sollte man seine Häuser bitte professionell in “die sims” planen!
“Die Sims”? Ernsthaft? Völlig unseriös! Die Profis nutzen dazu Minecraft!
Die Häuser sehen dann aber auch entsprechend aus
Ich weiß nicht, ob du letztens mal in unsere Innenstädte geguckt hast, aber da scheint mit schon seit Langem Minecraft im Einsatz zu sein…
Wenn das mal nicht eine Steilvorlage für IKEA ist, ihre Küchensoftware neuerdings für Kommunen als kostenloses Planungswerkzeug zu vermarkten. 😂 Gibt ja sogar schon eine gute Referenz aus der Praxis.
Zur Info: man soll den Zusatz im Titel in { } geschweiften klammern machen. Weil eckige werden von einigen clients als Tag erkannt.

Bürgermeister hat vergessen, den Sohn der Sekretärin zu fragen, wie man das Wasserzeichen der Demoversion entfernt 🤣
Digga das is ein ~200m² Gebäude nicht größer als ein Zweifamilien Wohnhaus. Was labern die da rum ey?
Wenn das wirklich ein 200m²-Gebäude ist (woher kommt die Angabe?) und es 5 Mio Euro gekostet hat, dann hätten Sie vielleicht doch mal besser einen Architekten beauftragen sollen. Das würde nämlich Kosten i.H.v. 25 000 Euro/m² ausmachen. Realistischerweise sollten das eher 10-20% davon sein…
Also so wie ichs verstehe ist nur das Ding mit Holzfassade das Gemeindeamt um das es hier geht. Der Rest is ne Schule und Kapelle. Sah im artikel kleiner aus, also mehr als 200 Grundfläche sinds scho aber viel mehr doch jetzt auch nich oder?

Danke für den Link. Die Fotos sehen ganz gut aus finde ich.
Danke für’s Raussuchen. Gute Frage, was der Bürgermeister hier genau geplant hat… Zu der Baumaßnahme gehörten wohl, dem GemeindeINFO nach, auch das Sockelgeschoss mit Räumen für die Kapelle und Tiefgarage, die Landschaftsgestaltung und zumindest Teile der alten Schule. Aber dann ergibt zumindest die Bausumme Sinn…
Naja, man darf nicht vergessen, dass dies das gleiche Land ist, dass einen jungen Man hervorbrachte, dem das Studium zum Künstler verwehrt wurde, und dieser sich dann einbildete, er sei Architekt, Militärstratege, und insgesamt, eine welklasse Führer








